11 typische Symptome bei Endometriose

Auch wenn Endometriose eine Krankheit ist, die sehr komplex und bei jedem auch individuell ist, so gibt es einige Beschwerden und Symptome bei Endometriose, die oft beschrieben werden. Diese können einzeln oder auch in Kombination miteinander auftreten.

Beschwerden und Symptome:

  1. Starke, oft krampfartige Schmerzen vor und während der Periode im Bauch und/oder Rücken, die oft auch in die Beine ausstrahlen
  2. Starke und unregelmäßige Periode, Zwischenblutungen
  3. Schmerzen während und nach dem Geschlechtsverkehr
  4. Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen
  5. Schmerzen während des Eisprungs
  6. Plötzliche Ohnmachtsanfälle im Zusammenhang mit Periodenschmerzen
  7. Blasen- und Darmkrämpfe
  8. Schmerzen bei der Blasen- und Darmentleerung sowie bei Darmbewegungen
  9. Zyklische Blutungen aus Blase oder Darm
  10. Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung
  11. Ungewollte Kinderlosigkeit
In Verbindung mit diesen Symptomen können auch folgende Beschwerden stehen:
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Vermehrtes Auftreten von Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten und anderen Autoimmunerkrankungen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit während der Periode
Während der ärztlichen Untersuchung können zudem folgende Feststellungen für Endometriose sprechen:
  • Zysten
  • Verwachsungen und Narben
  • Unklare Unterbauchschmerzen, die mehrmals ohne Besserung als Entzündung behandelt wurden
Sollte also bei dir eine oder mehrere der Symptome vorhanden sein, spreche deine (Frauen-)Ärztin oder deinen (Frauen-)Arzt auf Endometriose an. Da jedoch viele Ärzte sich kaum bis gar nicht mit Endometriose auskennen, scheu dich nicht davor noch eine weitere ärztliche Meinung einzuholen.

Bei mir begann es mit starken Periodenschmerzen.

Periodenschmerzen bei Endometriose
Angefangen hat es bei mir mit Anfang 20 mit plötzlich auftretenden starken Periodenschmerzen. Jahrelang hatte ich kaum Periodenschmerzen und ohne, dass sich irgendwas bei mir merklich verändert hat, litt ich plötzlich unter starken Unterleibsschmerzen. Ich ging zu meinem Frauenarzt und dieser vermutete das Problem bei meiner Antibabypille. Er verschrieb mir eine neue Pille, doch die Beschwerden blieben. Ich wechselte den Frauenarzt und das gleiche Spiel wieder. Doch auch unter Pille Nr. 3 weiterhin starke Periodenschmerzen. Also wechselte ich noch ein weiteres Mal meinen Frauenarzt und auch dort bekam ich nur wieder eine neue Pille. Erst der vierte Frauenarzt hatte 2009 den Verdacht auf Endometriose, welche anschließend in einer Bauchspiegelung diagnostiziert wurde.

Nach Absetzen der Pille hatte ich starke Verdauungsbeschwerden.

Nach der Bauchspiegelung nahm ich die Antibabypille im Langzeitzyklus und unterdrückte somit die Periode. Nachdem ich jedoch im August 2016 die Pille aufgrund von Kinderwunsch abgesetzt hatte, bekam ich ab November immer stärkere Verstopfungen und Schmerzen im Gesäß. Auch von Blähungen und Bauchkrämpfen war ich regelmäßig geplagt. Mit der Zeit kamen noch Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) dazu, welche ins rechte Bein ausstrahlten. Diese Symptome ähnelten sehr einem Bandscheibenvorfall. Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und bei gynäkologischen Untersuchen reiten sich mit ein. Von Zyklus zu Zyklus wurde es schlimmer und unser Kinderwunsch blieb unerfüllt. Eineinhalb Jahre später, waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich mich doch für eine weitere Operation entschied. Heute nach der Operation weiß ich, warum ich so schlimme Schmerzen hatte. Ich hatte einen Endometrioseherd, der an zwei Stellen tief in den Enddarm sowie in die Scheide infiltriert war. Zudem waren beide Beckenknochen und mein Bauchfell voll mit Endometriose.

Starke Beschwerden heißt nicht gleich große Herde.

Wenn du auch starke Beschwerden hast, heißt das nicht, dass du auch so viel Endometrioseherde haben musst, wie ich sie hatte. Auch kleine Herde können starke Beschwerden hervorrufen. Genauso kann man auch mit Endometriose gar keine Beschwerden haben und so nie bemerken, dass man diese Krankheit hat. Ich hoffe dieser Beitrag zu den typischen Symptomen bei Endometriose hat dir weitergeholfen. Schreib mir gerne in den Kommentaren, welche Symptome du hast und ob bei dir bereits Endometriose diagnostiziert wurde. Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, schreibe mir gerne eine E-Mail über mein Kontaktformular oder hinterlasse einen Kommentar. Ich freue mich von dir zu hören! Deine Chrissi

6 Idee über “11 typische Symptome bei Endometriose

  1. daani.elaj sagt:

    Also ich habe 9 von den 11 Symptomen. Bei mir wurde die Endometriose Ende 2016 per OP festgestellt. Das war so eine Erleichterung. Hatte zuvor auch etliche Arztgänge & wurde nicht ernst genommen. & teilweise nicht mal untersucht. Wirklich unverantwortlich. Danke, dass du hier immer so offen über alles sprichst, das schätze ich sehr & ich denke es hilft vielen! ? Liebe Grüße Ella

    • Chrissi sagt:

      Liebe Ella,
      das mache ich sehr gerne! Danke dir für deinen Einblick. Neun von elf ist echt ordentlich und kommt leider bei vielen von uns Endomädels vor. 🙁
      Lg Chrissi

  2. Kayacan Özlem sagt:

    Aaach… ich könnte auch ein Buch darüber schreiben drüber!
    Jede deiner Erklärungen kann ich durch eigenen Leidensgeschichte bejahen.
    Ps: auch 9 von 11 🙁
    Danke für deinen Post, LG Özlem

  3. woelfchen83 sagt:

    Ich habeletztes Jahr im Juli, nach knapp 19 Jahren Pilleneinnahme, diese aus diversen Gründen abgesetzt. Die ersten 4 Zyklen war alles bestens. Nach und nach bekam ich jedoch während der Mens immer stärkere Schmerzen, wobei ich was das angeht, durch meine über 30 Jahre Migräne-Erfahrung nicht wirklich empfindlich bin.

    Mittlerweile sind die Schmerzen selbst mit Schmerzmittel kaum noch zu ertragen. Die Frauenärztin hat jedoch nur eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die Unterleibsschmerzen sollte ich beim Hausarzt weiter abklären lassen und hat sich danach auf den Kinderwunsch konzentriert.

    Glücklicherweise haben wir in der nächsten Stadt eine Uniklinik mit Endometriose-Zentrum. Da werde ich versuchen schnellst möglich einen Termin zu bekommen.

    Blogs wie deiner helfen, schon alleine, weil man sich dann nicht mehr so alleine gelassen und zum Hypochonder abgestempelt fühlt.

    • Chrissi sagt:

      Ach Mensch, damit bist du echt nicht allein. Aber es ist genau das Richtige proaktiv einen Termin im Endometriose-Zentrum zu machen. Da bist du denke ich genau richtig aufgehoben. Ich hoffe du bekommst schnell einen Termin und die können dir dann weiterhelfen. Wenn du sonst noch Fragen hast, meld dich gerne bei mir. Lg Chrissi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: